PCAP - Technologie

Die PCAP-Technologie basiert auf einem kapazitiven (CAP) Wirkprinzip. Die elektrische Ladung
eines über Sensorflächen aufgebauten elektrischen Feldes wird durch Berührung mit einem oder mehreren Fingern
punktuell verändert. Diese Veränderung wird von einem nachgeschalteten Touchcontroller als Eingabe erkannt.

Das Ansprechverhalten kann an die Applikation angepasst werden (z.B. bezügl. Handschuhbedienung,  Coverglas-Dicke
oder Kontakt mit leitenden Flüssigkeiten. Die Sensorflächen sind hinter einem Coverglas angebracht und somit perfekt
gegen Beschädigung oder Abnutzung geschützt.

 

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Durch die spezielle, geschützte Bauweise erfolgt die Kapazitätsänderung bei PCAP indirekt, sie wird durch das Abdeckglas hindurchprojiziert (projected), wodurch sich das P in der Bezeichnung herleitet. (Zu finden ist für diese Bauart auch die Bezeichnung PCT, projected capacitive touch). Für den Einsatz der Technologie können die nachfolgenden Kriterien entscheidend sein.

Vorteile:

  • Mehrfingerbedienung möglich (Multitouch)
  • Hohe Transparenz
  • Durch die Montage der Sensoren hinter dem Coverglas ergibt sich eine geschlossene Oberfläche mit „nahtloser“ Frontpartie.
  • Kombiniert mit einer kundenspezifischen Hinterdruckung ist edles Design bei perfekter Reinigungsmöglichkeit realisierbar.
  • Beständig gegenüber Wasser, Reinigungsmitteln und Chemikalien
  • Dynamische Anpassung an spezifische Erfordernisse wie Handschuhbedienung, Handballenerkennung etc.
  • Dynamisches Frequenzmanagement für harmonisierte elektromagnetische Verträglichkeit (EMV, EMC)

 

Nachteile:

  • spezielle Eingabestifte notwendig bspw. nur nach Anpassung mit Prothese bedienbar
  • Bei niedrigen Temperaturen (bei entstehender Betauung) eingeschränkt funktionsfähig
  • Empfindlich (Fehlauslösungen) gegenüber starker elektromagnetischer Einstrahlung. (ggf. Anpassung des Controllers, respektive Einsatz der resistiven Technologie)

 

Sensorstrukturen

Sensoren der PCAP-Technologie können als Glas- oder Foliensensoren realisiert werden. Beiden gemeinsam ist das grundsätzlich vorhandene Coverglas.

 

Glassensor

Beim Glassensor wird die transparente, leitfähige Beschichtung vorder- und rückseitig auf einen Träger aus Glas aufgebracht (OGS, one glass solution, hohe Transparenz). Diese Indiumzinnoxyd-Beschichtung wird auch als ITO bezeichnet (indium tin oxide).

 

Seit 2014 erfolgreiche Glassensoren Verarbeitung!

 

Vorteile:

  • Transparenter als PCAP auf Folienträger und die resistive Technologie
  • höhere Lebensdauer und höhere Temperaturstabilität als Foliensensoren
  • Sensor hat höhere UV Beständigkeit und ist damit für den Außenbereich geeignet
  • Optical Bonding an TFT-Screen möglich, dadurch hervorragende Bildqualität

 

Nachteile:
(Dieser Nachteil wird im Hause Wöhr durch modernste Ausstattung kompensiert)

  • Durch den Glasträger etwas aufwändigere Verarbeitungsprozesse

 

Foliensensor

Beim Foliensensor dient als Träger ein Verbund aus mehreren Folien, die ITO beschichtet werden.

 

Vorteile:

  • Durch den Folienaufbau flexibel und somit einfacher weiter zu verarbeiten                    

Nachteil:

  • Durch den Folienaufbau nur bedingt UV-beständig

 

 

Verfügbare Größen für PCAP Technologie:

  • 4,3 Zoll bis 65 Zoll

News und Projekte

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