Der Touchscreen:

Ein intuitives Ein- und Ausgabemedium stellt sich vor.

Die Vielfalt an verfügbaren Touchscreens ist groß. Begriffe wie PCAP, kapazitiv, resistiv, SAW, Infrarot, Optical Bonding u.s.w machen die Runde. Da den Überblick zu behalten ist nicht einfach und die passende Touch-Technologie für die eigene Applikation auszuwählen schon gar nicht.

 

Aber: Machen Sie sich darum keine Sorgen. Die Experten von WÖHR stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Wir beraten Sie bei der Auswahl der passenden Lösung für Ihre Anforderungen. Was standardmäßig nicht verfügbar ist, das entwickeln und fertigen wir individuell für Sie, egal ob es um den Touchscreen allein geht oder um eine komplexe Eingabelösung mit mechanischen Komponenten. WÖHR bietet Ihnen alles aus einer Hand.

 

Hier stellen wir Ihnen die einzelnen Touch-Technologien etwas näher vor:

PCAP - Projective-Capacitive-Touchscreen (PCT)

PCAP - Projective-Capacitive-Touchscreen (PCT)

Die PCAP- oder auch Projective-Capacitive-Touchscreen-(PCT-)Technologie ermöglicht eine intuitive Bedienung von Eingabe- und Steuerungsoberflächen. Die Gesten des Bedieners, also die Positionen mehrerer gleichzeitig auftretender Berührungen, werden vom System erkannt. Die hohe Touchpunktdichte ermöglicht eine präzise, sichere und schnelle Bedienung (Echtzeit-Eingaben) mit minimalen Reaktionszeiten. Selbst eine "fließende" Touchbedienung, in kleinsten Schritten, ist nahtlos bzw. ruckfrei möglich. Die gesamte Sensorik ist geschützt und verschleißfrei hinter einer Glasscheibe verbaut. Der Touchsensor besteht aus einer leitfähigen Gitterstruktur von Leiterbahnen in Silberleittechnik oder Indium-Tin-Oxide-(ITO-)Halbleiterschichten, die gegeneinander isoliert
einlaminiert sind. Diese fungieren als Treiber- und Sensorleitungen. An die Treiberleitungen wird Wechselspannung angelegt, wodurch eine kapazitive Kopplung zwischen Treiber und Sensor entsteht. Die Berührung des Panel-Displays mit dem Finger oder einem leitenden Gegenstand verursacht eine Kapazitätsänderung, woraus der Touch-Controller die Koordinaten des Berührungspunktes errechnet.

 

Bei dieser kapazitiven Technik kann der Touchscreen also bereits systembedingt mehrere Berührungspunkte gleichzeitig erkennen. Auf der glatten Glasscheibe sind, besonders bei großen Displays, Verschiebe- und Drehbewegungen reibungsarm und sehr ergonomisch ausführbar. Ein weiterer Pluspunkt ist die lange Lebensdauer, da die Sensorik keinem mechanischen Verschleiß unterliegt. Selbst Kratzer im Glas beeinträchtigen die Funktion nicht. Das Coverglas ist rückseitig bedruckbar und kann somit als kundenspezifisch gestaltete Design-Variante hergestellt werden. Die kapazitive Wirkweise kann kombiniert werden mit – außerhalb der aktiven Multitouch-Fläche liegenden – Sliders, Wheels und/oder (beleuchteten) Funktionstasten, welche ebenfalls auf der kapazitiven Technologie basieren können. Auch Kombinationen mit konventionellen Bedienelementen (z. B. Notausschalter oder Tasten) sind möglich. Spezifisch ist auch eine Anpassung der Sensitivität an verschiedene Typen von Schutzhandschuhen realisierbar. Auch das Trägerglas kann frei gewählt und, beispielsweise für die Lebensmittelindustrie oder sensible Bereiche, auch aus bruchsicherem Polycarbonat ausgeführt werden.

Resistiv 5-Draht

Resistiv 5-Draht

Ein Touchscreen in Resistive Technologie besteht aus zwei sich gegenüberliegenden Flächen, deren einander zugewandte Seiten leitfähig beschichtet sind (ITO). Sie werden durch kleine Abstandshalter (spacer dots) voneinander getrennt. Die beiden Flächen können entweder beidseitig Folien oder einseitig Folie und gegenüberliegend Glas sein. Der Touchscreen verfügt über Messleitungen (vier, fünf oder auch acht), die bei einer Berührung eine Spannung über den Berührungspunkt leiten. In horizontaler und vertikaler Richtung gemessen, wird durch Interpolation die Position der Betätigung bestimmt.

SAW - Surface Acoustic Wave (Ultraschall)

SAW - Surface Acoustic Wave (Ultraschall)

Signalgeber an den Seitenflächen des „Touchscreens“ in Ultraschall-Technologie senden horizontale respektive vertikale Ultraschallwellen aus. Dieses Signal wird auf der gegenüberliegenden Seite detektiert. Durch die Berührung des Displays mit einem Finger oder einem anderen weichen Gegenstand wird ein Teil der Wellen absorbiert und der Controller kann durch Messung der Amplituden eine Positionsbestimmung durchführen.

Infrarot

Infrarot

Der Touchscreen in Infrarot-Technologie ist von einem Rahmen umgeben, in dem sich IR-Sendedioden und genau gegenüber IR Empfangsdioden befinden. Derart entsteht in vertikaler und horizontaler Richtung ein unsichtbarer Infrarotvorhang. Sobald dieses Raster unterbrochen wird, kann die Position dieses Objektes ermittelt werden. In dieser Technologie sind prinzipiell Größen von 12 Zoll bis 80 Zoll realisierbar. Auch das Trägerglas kann frei gewählt und, beispielsweise für die Lebensmittelindustrie oder sensible Bereiche, auch aus bruchsicherem Polycarbonat ausgeführt werden.

Natürlich hat jede Touch-Technologie ihre individuellen Vor- und Nachteile. Sonst würde es ja keine verschiedenen Technologien geben. Welche Technologie für Ihre Anwendung am besten geeignet ist, erörtern wir gerne persönlich mit Ihnen. Nehmen Sie deshalb direkt Kontakt mit uns auf oder vereinbaren Sie einen Rückruf indem Sie die Schaltflächen oben benutzen.

 

Für einen ersten Überblick eignet sich auch die untenstehende Tabelle, die verschiedene Aspekte der vier Touch-Technologien beleuchtet.

System- und Technologieübersicht

 

 

PCAP

Resistiv
5-Draht
SAW
(Ultraschall)

Infrarot

Innenbereich:

Außenbereich:

Eingabemethode:

Finger oder kapazitiver StiftFinger oder Stift (Touchstick)Finger oder weicher Gegenstand

Finger oder sonstiger (lichtundurchlässiger) Gegenstand

Handschuh-Bedienung:

eingeschränkt

Größen:

Max. 55 ZollMax. 26 Zoll12 – 46 Zoll

12 – 80 Zoll

Transparenz:

i.d.R. >90%> 80%>92%

>92%

Umgebungstemperatur:

Ca. 0 – 60°C-30 bis 70°C (bei 20-85% relativer Luftfeuchtigkeit)-20 bis 50°C (bei 20-85% rel. Luftfeuchtigkeit)

-20 bis 50°C
(bei 20-85% rel. Luftfeuchtigkeit)

Luftfeuchtigkeit:

Max. 90% nicht
kondensierend
Max. 90% nicht
kondensierend
Max. 90% nicht
kondensierend

Max. 90% nicht
kondensierend

Lebensdauer:
(Eingaben)

unbegrenzt35.000.000 auf einer Stelle50.000.000 auf einer Stelle

50.000.000 auf einer
Stelle

Oberflächenhärte:

7H3H7H

7H

Linearität:

X / Y: </= 1%X / Y: </= 1%

X / Y: </= 1%

Prellzeit:

</= 15ms</= 10ms

</= 10ms

Vorteile:

 
  • extrem beständig
  • gute optische Transparenz
 
 
  • preislich attraktiv
  • bedienbar mit verschiedenen Medien
  • hohe Auflösung
  • geringe Leistungsaufnahme
 
 
  • Geschlossene Oberfläche
  • Z-Achsen Funktion
  • gute optische Transparenz
  • beständige Oberfläche
 
 
  • Große Flächen
  • 100% Transparenz
  • exakt
 

Nachteile:

 
  • durch Finger, kapazitives Medium bedienbar oder durch angepasste Handschuhe
 
 
  • reduzierte optische Transparenz
  • Oberfläche (PET) empfindlich für Beschädigung
 
 
  • Ungenau, störanfällig
  • nur durch Finger oder weiches Medium bedienbar
  • schwierig in Industrieanwend-ungen zu integrieren
  • Signale können durch Flüssigkeiten oder Verunreinigungen beeinflusst werden
 
 
  • Nicht vandalismussicher
  • Ggf. häufige Fehlauslösungen (Störung des Infrarotfeldes)
  • teuer, Lebensdauer wird durch Dioden bestimmt
  • evtl. Parallaxenfehler, ungewollte Aktivierung
  • geringe Auflösung
 

 

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